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Bergsteigen und Trekking in der Cordillera Blanca

Natürlich sollte man mal Patagonien gesehen haben oder die hohen Berge im Norden Chiles und Argentiniens, ABER - die Cordillera Blanca in Peru (nordöstlich von Lima) ist ein muß. Peru bietet auch für den normalen Menschen mit einem dreiwöchigen Urlaub, und nicht nur für den Freak, die Möglichkeit etwas Kultur und Bergurlaub zu verbinden. Als ehemaliges Kerngebiet des Inkareiches und Zentrum der spanischen Conquista bietet Peru eine geballte Ladung an Kultur. Damit meinen wir nicht nur die Vergangenheit sondern auch das gegenwärtige Südamerika. Die Cordillera Blanca ist ein Paradies für alle die sich in den Bergen bewegen möchten. Es ist der größte vergletscherte Gebirgszug in den Tropen.

Huaraz , eine kleine Stadt auf 3100 m.ü.NN., ist der Ausgangspunkt für alle Aktivitäten in der Cordillera Blanca. Die Stadt bietet eine gute Infrastruktur und ist mit dem Bus von Lima in ca. sieben Stunden erreichbar. Leider gibt es keine Flugverbindung . Es gibt eine grosse Auswahl an Unterkünften aller Preisklassen, Restaurants, Internetcafés an jeder Ecke, gemütliche Cafés, Bars & Diskotheken, Ausrüstungsverleiher und alles was man braucht um in die Berge zu gehen.

Die beste Reisezeit für diese Region ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober. In dieser Zeit gibt es kaum Niederschlag und in Huaraz herrscht permanenter Frühling. In den Bergen braucht ihr nicht mehr als ihr ohnehin schon mal für die Alpen besorgt habt. Ihr braucht keine extreme Ausrüstung wie sie in Alaska oder im Himalaya gefordert ist. Alle Ausgangspunkte (Basislager) sind in einem oder maximal zwei Tagen erreichbar.

Was kann man in der Cordillera Blanca tun ?

Man kann Paragleiten, Biken, Klettern, Bergsteigen, Wandern (heisst ja jetzt Trekking), ausgehen und sich die Nächte um die Ohren schlagen, . . . . Trekking und Bergsteigen sind sicherlich die wichtigsten Aktivitäten hier. Sportklettern ist in bescheidenem Umfang möglich. Es gibt aber ein beinahe unerschöpfliches Potential neue Routen einzurichten. Für Leute mit Bigwall-Ambitionen sind keine Grenzen gesetzt. Die grossen Wände mit ca. 900 Metern Wandhöhe haben ihren Einstiege allerdings auf ca. 4000 Metern.

Bouldern erfreut sich auch bei den lokalen Kletterern immer grösserer Beliebtheit. Es gibt unzählige Gebiete in unterschiedlichen Höhenlagen. Das Klima ist perfekt, immer trocken und nie über 20 Grad. Es gilt Sandstein, Basalt und viel Granit zu bezwingen. Auch unser aller Held, Wolfgang Güllich hat diesen Ort zu seinen Lebzeiten besucht. In der Stadt Huaraz gibt es mehrere kleine _Boulderhallen" (meist eine kleine Wand mit Cafébetrieb).

Für Wanderer oder Trekker steht ein einzigartiges Gebiet zur Verfügung. Egal ob ihr nur Tageswanderungen unternehmen wollt oder zehn-tägige Touren mit schneefreien Pässen bis 4800 Metern.

Für das klassische Bergsteigen gibt es eine Auswahl von ca. dreißig 6000ern und fünfzig 5000ern. Der Schwierigkeitsgrad erstreckt sich von Bergen die von allen machbar sind sofern sie sich mit Steigeisen bewegen können bis zu wirklich extremen Anstiegen.

Die leichten 5000er sind Urus, Ishinca, Vallunaraju, Yanapaccha und Pisco. Die beiden letzteren Berge haben eine spektakuläre Aussicht auf den Kern der Cordillera Blanca zu bieten. Diese Berge sind für jeden ausdauertrainierten Menschen möglich. Es sind keine technischen Fähigkeiten notwendig.
Für ambitionierte Bergsteiger gibt es kein Limit. Fels oder Eis, gemischt, steil und hoch, was immer ihr sucht hier werdet ihr es finden.

Claudio F. de la Vega
claudio_arriero@hotmail.com



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Eine wesentliche Voraussetzung zur sicheren und erlebnisreichen Durchführung einer Bergwanderung ist die sorgfältige Tourenvorbereitung. Dadurch lassen sich viele Gefahrenquellen bereits im Vorfeld ausschließen. Die Vorkenntnis über Gebietsbesonderheiten ermöglicht deren gezieltes Aufsuchen und erleichtert die Orientierung im Gelände.


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